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Wie wirkt sich der Teepilz auf den Blutzuckerspiegel aus?
Der regelmäßige Konsum einer Tasse Teepilzgetränk über einen Monat hinweg kann den Nüchternblutzuckerspiegel bei Menschen mit insulinunabhängigem Diabetes deutlich senken. Dies stellten Mitarbeiter des College of Health der Georgetown University und der University of Nebraska-Lincoln nach einer klinischen Studie fest.
Kaum jemand hat noch nie von Teepilzen gehört, dem beliebtesten fermentierten Getränk, das in China seit 200 v. Chr. bekannt ist. In China und den USA erfreute es sich in den 90er Jahren besonderer Beliebtheit. Viele Konsumenten des Getränks sprachen schon damals von seinen einzigartigen heilenden Eigenschaften, wie der Stärkung des Immunsystems und der Hemmung von Entzündungsprozessen. Wissenschaftliche Belege für diese Fähigkeiten des Teepilzes liegen jedoch nicht vor.
Erst wenig später griffen Wissenschaftler die Forschung wieder auf und legten nahe, dass das fermentierte Getränk wahrscheinlich den Blutzuckerspiegel senken könnte. Eine relativ neue klinische Studie untersuchte die hypoglykämische Wirkung von Teepilzen bei erwachsenen Patienten mit insulinunabhängigem Diabetes mellitus.
Das randomisierte, doppelblinde Crossover-Experiment umfasste 12 Teilnehmer, die in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Eine Gruppe erhielt einen Monat lang täglich eine Tasse (ca. 240 ml) des fermentierten Getränks. Die andere Gruppe erhielt gleichzeitig ein Placebo-Getränk. Anschließend pausierten sie zwei Monate lang mit der Einnahme, danach wurde die Einnahme für einen weiteren Monat fortgesetzt. Während des gesamten Experiments wussten die Teilnehmer nicht, welche Art von Getränk sie zu sich nahmen. Der Nüchternblutzucker wurde sowohl zu Beginn der Studie als auch jede erste und vierte Woche der Behandlung gemessen.
Aus den Ergebnissen klinischer Untersuchungen wurden folgende Schlussfolgerungen gezogen: Der regelmäßige Konsum von Teepilzgetränken über einen Monat senkte den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel auf nüchternen Magen im Vergleich zum Ausgangswert von 9,1 mg/l auf 6,4 mg/l (d. h. von 164 mg/l auf 116 mg/l). Bei Patienten, die das Placebogetränk einnahmen, zeigten sich hingegen keine Veränderungen der Blutzuckerwerte. Die durch Kulturzählung ermittelte wohltuende Zusammensetzung des Teepilzes umfasste hauptsächlich Milchsäure- und Essigsäuremikroorganismen sowie Hefe.
Obwohl das Experiment mit einer relativ kleinen Gruppe durchgeführt wurde, kann die Fähigkeit des Teepilzes, den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern qualitativ zu senken, als zuverlässig angesehen werden. Die Forscher gehen davon aus, dass weitere, größere Studien die erzielten Ergebnisse nur bestätigen werden.
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