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Epidemische Keratokonjunktivitis

 
Autor: Alexey Portnov, Hausarzt
Erstellungsdatum: 23.04.2012
Letzte Überprüfung: 12.07.2025

Die epidemische Keratokonjunktivitis wird durch ein filtrierbares Virus verursacht, das sich vom Herpesvirus unterscheidet. Diese Form der Keratokonjunktivitis tritt epidemieartig auf. Epidemien der epidemischen Keratokonjunktivitis wurden in Westeuropa und mehreren asiatischen Ländern gemeldet.

Symptome der epidemischen Keratokonjunktivitis

Die Symptome der epidemischen Keratokonjunktivitis beginnen mit einer akuten follikulären Konjunktivitis (oft mit Membranbildung), begleitet von geschwollenen und druckempfindlichen Lymphknoten, starken Kopfschmerzen und Fieber. Nach 7–10 Tagen kommt es (in 10–99 % der Fälle) zu einer Hornhautbeteiligung mit zahlreichen oberflächlichen punktförmigen Trübungen und Epithelerosionen. Gelegentlich bilden sich Hornhautinfiltrate unterhalb der Bowman-Membran, wobei das Epithel oft intakt bleibt.

Was muss untersucht werden?

Behandlung der epidemischen Keratokonjunktivitis

Sulfonamide und Antibiotika werden zur Vorbeugung von Sekundärinfektionen verschrieben. DNAse- und Poludan-Instillationen werden angewendet. Bei beginnender Verklebung (membranöse Form der epidemischen Keratokonjunktivitis) werden diese mit einem Glasstab gelöst und 0,5%ige Thiamycin-Salbe aufgetragen.

Eine immunkorrigierende Therapie mit Taktivin (sechs Injektionen in niedriger Dosierung von 25 µg) oder Levamisol 75 mg einmal wöchentlich ist angezeigt. Nach einer epidemischen Keratokonjunktivitis bestand die verminderte Tränenproduktion lange an, offenbar aufgrund einer Schädigung der Tränendrüsen. Beschwerden lassen sich durch die Anwendung von Polyglucin oder Liquifilm lindern.